Das Kontrollsystem

Die «Goût Mieux»-Kontrolle basiert auf zwei Säulen: Einer konstanten Online-Kontrolle* mittels inspectanet (einem Online-Tool der bio.inspecta AG) sowie nicht oder nur sehr kurzfristig angemeldeten, periodischen Kontrollen vor Ort. Die Kontrolle erfolgt durch Inspektor/-innen einer unabhängigen Kontrollstelle, in aller Regel durch die bio.inspecta AG. Zudem ist die Buchhaltungsstelle der Stiftung für die Online-Kontrolle zuständig.

* Gastronomen, die sich im Umgang mit Online-Tools unwohl fühlen, haben die Option, sich von der Online-Kontrolle befreien zu lassen und im Gegenzug jährlich vor Ort kontrolliert zu werden (siehe Richtlinien).

1) Online-Kontrolle mit inspectanet

Die Gastro-Betriebe erfassen ihre Warenbezüge in «Goût Mieux»-Qualität bequem und sicher über das einfach zu bedienende Online-Tool "inspectanet". Dies erlaubt eine sehr konstante Begleitung und engmaschige Kontrolle. Die Online-Angaben in inspectanet werden durch die Buchhaltungsstelle der Stiftung überprüft. Zudem hat auch die bio.inspecta AG natürlich Zugriff auf alle Daten in inspectanet und prüft so gleichzeitig, ob die Buchhaltungsstelle der Stiftung ihren Aufgaben vollumfänglich, korrekt und termingerecht nachkommt.

Die Angaben der Betriebe werden laufend kontrolliert. – Wie häufig ein Betrieb Daten erfasst, richtet sich nach dessen administrativer Organisation. Mindestens halbjährlich muss jeder Betrieb zwingend mit der Dateneingabe à jour sein.

Anleitung und Tipps zur Online-Erfassung

Was wird bei der Online-Kontrolle überprüft?

Was wird kontrolliert? Was erfasst der Gastronom in inspectanet?
Beträgt der Aufwand für «Goût Mieux»-Produkte mindestens 51 % vom Gesamtaufwand? Food-Warenbezüge (exkl. Getränke) mit Rechnungsdatum, Lieferant, Rechnungsbetrag und Anteil Umsatz mit «Goût Mieux»-Produkten
Wurden die als «Goût Mieux» deklarierten Umsätze wirklich mit «Goût Mieux»-Produkten erzielt?
Sind 10 Produkte erfasst, die ständig in «Goût Mieux»-Qualität verwendet werden? Produktbezeichnung und Qualität

2) Periodische Vor-Ort-Kontrollen

Vor-Ort-Kontrollen finden unangemeldet oder nur sehr kurzfristig angemeldet direkt im Gastrobetrieb statt. Eine unabhängige Kontrollstelle kontrolliert, ob die Deklaration vollständig/korrekt und gut sichtbar erfolgt. Zudem prüft sie anhand von Stichproben unter anderem, ob die Richtlinien bezüglich erlaubten und verbotenen Produkten eingehalten werden.

In den ersten Monaten nach Beitritt findet eine etwas umfassendere Vor-Ort-Kontrolle durch eine unabhängige Kontrollstelle statt, danach folgen in unregelmässigen Abständen unangemeldete oder sehr kurzfristig angekündigte Kontrollen statt (in der Regel alle 2 Jahre).

Welche Betriebe wann vor Ort kontrolliert werden, wird durch die unabhängige Kontrollstelle festgelegt.

Was wird bei der Vor-Ort-Kontrolle überprüft?

Was wird kontrolliert? Wie wird dies kontrolliert?
Ist die gemäss Richtlinien vorgeschriebene Selbstdeklaration im Betrieb vorhanden und korrekt? Gemäss vorhandener Deklaration direkt vor Ort (bsp. in Speisekarte), Befragung des Personals, Stichproben-Kontrolle (bsp. gemäss Buchhaltung und aktuellen Lieferscheinen).

Zugleich findet ein Abgleich mit den vorgängig bei der Online-Kontrolle erfassten Daten statt.
Sind die Angaben zu den 10 "Mindest-Produkten" im Betrieb publiziert und im aktuellen Speiseangebot in «Goût Mieux»-Qualität vorhanden?
Sind die Mitarbeiter des Gastrobetriebs geschult und können Auskunft darüber geben, welche Angebote aus «Goût Mieux»-Produkten bestehen?
Ist das vorgeschriebene «Goût Mieux»-Getränke-Mindestangebot vorhanden?
Wird im gesamten Betrieb auf die Produkte verzichtet, die «Goût Mieux» gemäss den Richtlinien nicht erlaubt, weil es sich um ethisch/ökologisch/tierschützerisch fragwürdige Produkte handelt?
Wie wird innerhalb des Betriebs sichergestellt, dass der «Goût Mieux»-Anteil (Food) von mind. 51 % korrekt ermittelt werden kann?
Kann belegt werden, dass die Vorgaben für Regio-Produkte im «Goût Mieux»-Angebot eingehalten werden?